EVANZO! – Clevere hosten woanders
Geschrieben von Thomas Falkner - 20.06.07 um 11:06Bei Billighoster EVANZO kam es häufig zu Störungen und Ausfällen. Bei einem meiner Kunden war alleine in diesem Jahr der Mailserver zusammengerechnet einige Tage nicht erreichbar. Störungsmeldungen per E-Mail werden meiner Erfahrungen nach vom technischen Support rigoros ignoriert – ob absichtlich oder aufgrund Versagens der eigenen Mailserver, sei einmal dahingestellt. So bleibt nur der Weg über die kostenpflichtige Supporthotline. Die Qualität der Hotline lässt noch mehr zu wünschen übrig als die instabilen Server des Hosters: Die Mitarbeiter gaben sich bei meinen zahlreichen Anrufen durchweg inkompetent und unfreundlich. Doch der Dialog von heute Nachmittag stellt alles bisher dagewesene in den Schatten.
Tom: Der Mailserver mail.domain.tld* ist mal wieder nicht erreichbar.
Mitarbeiter: Da brauche ich erst einmal ihre Kundennummer.
Tom: Leider habe ich die nicht griffbereit. Das Problem ist auch nicht vertragsspezifisch. Der Server bedient auch andere Kunden und ist nicht verfügbar.
Mitarbeiter: Dann kann ich ihnen nicht helfen.
Tom: Warum können Sie nicht den Server mail.domain.tld als ausgefallen/gestört melden?
Mitarbeiter: Ok, ich werde das ausnahmsweise überprüfen. Bitte nennen Sie mir die Zugangsdaten zu einer Ihrer E-Mailadressen.
Tom: Warum das?
Mitarbeiter: Wollen Sie, dass ich Ihnen helfe?
Tom: Ja!
Mitarbeiter: Dann nennen Sie mir die Zugangsdaten.
Tom: Nein!
Mitarbeiter: Bitte nicht in diesen Ton, sonst muss ich das Gespräch beenden.
Tom: Wie bitte? Weil ich mich weigere Ihnen die Zugangsdaten zu einem E-Mailaccount zu nennen?
Mitarbeiter: Wenn ich ihnen helfen soll, müssen sie meinen Anweisungen folgen.
Tom: Sie benötigen keine Zugangsdaten um die Erreichbarkeit eines Mailserver zu überprüfen.
Mitarbeiter: Wenn Sie das so genau wissen, warum rufen Sie dann an?
Tom: Ich kann via telnet mail.domain.tld 25 feststellen, ob der Server antwortet oder nicht.
Mitarbeiter: Das ist eine unzulässige Nutzung unserer Server.
Tom: …
Mitarbeiter: Sie müssen schon ein zugelassenes E-Mailprogramm wie Outlook verwenden.
Tom: …
Mitarbeiter: Hallo?! Sind sie noch da.
Tom: Ja. Aber so kommen wir nicht weiter. Bitte melden Sie die Server als ausgefallen.
Mitarbeiter: Dazu muss ich erst überprüfen, ob sie Ihr E-Mailprogramm richtig eingestellt haben. Wenn sie kein richtiges E-Mailprogramm verwendet haben, kann ich ihnen auch nicht helfen.
*Echte Adresse ersetzt.
Ab diesem Punkt fehlten mir die Nerven diesen sinnlosen Dialog fortzuführen. Ich setzte eine Frist, um eine Lösung für den ausgefallenen Mailserver zu finden. Die Frist ist natürlich lange verstrichen und der Mailserver weiterhin nicht erreichbar. Dafür ist nun auch der Webserver ausgefallen.
Ich werde morgen meinen Kunden zu einer außerordentlichen Kündigung unter Auferlegung der Kosten für die Ausfallzeit raten.
Server endlich installiert
Geschrieben von Thomas Falkner - 14.03.07 um 04:03Ich bin entzückt: Nach 4 Tagen und etlichen unbeantworteten Mails hat der fast it Support endlichen den Server neu aufgesetzt. Ich frage mich nur gerade, was die sonst für Kunden haben, wenn in der Bestätigungsmail ein solcher Hinweis zu finden ist:
Eventuelle Warnungen Ihres SSH-Clients aufgrund eines neuen Schlüssels auf Ihrem Server können Sie ignorieren.
Bitte verwenden Sie für die SSH Verbindung zu Ihrem dedizierten Server das SSH 2 Protokoll.
Wer schon am Login über SSH scheitert, sollte lieber die Finger von einem eigenen Server lassen.
Heute Abend werde ich mich mal daran setzen den Server zu konfigurieren. Den root Login über SSH habe ich sofort abgeschaltet und auf PKey umgestellt. Alle anderen Dienste werden erst einmal iptables blockiert. Sicher ist sicher. Sonst muss ich schlimmstenfalls noch weitere 4 Tage warten, bis ich dazu komme den Server zu konfigurieren.