Die Welt in 50 Jahren – eine schöne neue Welt?
Geschrieben von Thomas Falkner - 18.08.08 um 11:0818. Februar 2052 (sagt zumindest die Systemzeit)
Computer sind doof: Sie tun das, was man ihnen befiehlt. Aber das ist nicht immer das, was man will.
Sollte ich hier jemals wieder rauskommen, dann lasse ich mir diese Weisheit über meine Haustür meißeln. In goldenen Lettern; bei Tag und Nacht beleuchtet.
So etwas kann ich mir leisten, weil ich reich bin. So richtig reich. Wo mit wir auch schon bei meiner Person wären: Ich heiße Bernd D. / PID-Nr. 4274365485-xcb. – nur für den Fall, dass ich nicht mehr zu identifizieren sein sollte, wenn man mich endlich aus meinem goldenen Käfig befreit. Ich bin also reich. Aber mein Reichtum kommt nicht von ungefähr, als einer der Pioniere in der Quantencomputertechnologie im Jahr 2031 ließ ich mir in wenigen Jahren meine Nase vergolden. Schon merkwürdig, wie sich manche Ausdrücke über die Jahrzehnte hinweg halten. Wo doch schon seit Anbeginn dieses Jahrtausends Informationen den Wert jedes noch so edlen Metalls übersteigen. Als Folge dessen wurde auch das klassische Zahlungsmittel Geld überflüssig und durch eine biometrische Signatur abgelöst, in der Wissen, Fähigkeiten, soziale Bindungen und Arbeitspotential eines Bürgers codiert sind. Jede Art von Zahlungen lassen sich heute tatsächlich nicht nur in, sondern auch mit einem Augenblick erledigen.
Was macht man mit einer biometrischen Signatur, die es einem gestattet Güter und Dienstleistungen in nahezu unerschöpflichen Umfang zu erwerben?
Man setzt sich mit 32 Jahren in Ausblick auf mindestens 80 Jahren frei von jeder Verpflichtung und Aufgabe zur Ruhe. Anhänger der alten Religionen und Ethiken verteufeln die Medikamente, die nach Entdeckung des Gens, das den Takt der Lebensuhr des Menschen bestimmt, auf den Markt kamen. Allen Unkenrufen zum Trotz seht eines fest: Die Zukunft wird einem Heer rüstiger Einhundertundzweijähriger gehören. Anfänglich geführte Debatten bezüglich einer möglichen Überbevölkerung der Welt verflüchtigten sich ebenso schnell, wie sie aufflammten. Schließlich kann nur ein verschwindend geringer Bruchteil der Menschheit den Preis für ein langes Leben zahlen.
Für mich als elitären Wegbereiter der zweiten Computerrevolution ist ein gesundes, langes Leben selbstverständlich und erschwinglich. Und wo könnte man es schöner verleben als an allen faszinierenden Orten dieser Welt gleichzeitig?
Die Virtual Reality-Technologie kam genau zum richtigen Zeitpunkt auf, als Reisen aufgrund der hohen Schadstoffemissionen gesetzlich eingeschränkt wurden.
Denn selbst über 60 Jahre nach den ersten Plänen für Wasserstoffmotoren, steht die Wissenschaft weiterhin vor dem selben Problem wie zu Anfangszeiten: Für die Aufspaltung eines Wassermoleküls in ein Sauerstoffatom und zwei Wasserstoffatome bedarf es weiterhin mehr Energie, als durch die Verbrennung des Wasserstoffs zurückgewonnen wird. Solange keine echten Alternativen zu den fossilen Energiequellen wie Erdöl oder Uran erschlossen sind, wird Energie eine der kostbarsten Ressourcen bleiben.
Wenngleich mit dem Erlass des Energiespargesetzes von 2028 Erholungsreisen zu fernen Zielen de facto verboten wurden, erscheint ein solches Verbot aus heutiger Sicht überflüssig. Abgesehen von einigen hermetisch abgeriegelten Naturschutzgebieten – oder vielmehr Denkmälern an eine längst verstorbene Natur – mit eigener Atmosphäre hat der blaue Planet Erde, mit seinem einstigen Reichtum an Flora und Fauna nur noch eine spärliche Vegetation vorzuweisen, in der sich lediglich die anpassungsfähigsten und primitivsten Spezies heimisch fühlen. Zum Glück konnten die genetischen Sequenzen aller ausgestorbenen Arten gesichert werden und ruhen in einem Computerarchiv, bis das Terraforming weit genug fortgeschritten ist, um neuen Lebensraum für sie zu schaffen. Doch das sind noch ferne Zukunftsvisionen. In der Gegenwart ist die Erde eine trostlose Ödlandschaft, gezeichnet durch den Raubbau der mit der Industrialisierung begann und im späten 21. Jahrhundert seinen Höhepunkt nahm.
Wer also würde sich schon freiwillig an einem vor Müll überquellenden Strand legen, um sich von der gefährlichen UV-Strahlung verbrennen zu lassen, wenn er sich binnen weniger Sekunden ebenso gut an den selben Strand – jedoch rund 400 Jahre zuvor – teleportieren lassen kann?
Der Brainman machte dieses Wunder unserer Tage möglich!
Jedes Zeitalter hat seine lexikalischen Eigenheiten – eine ganz eigene Sprache voller Wörter, die ein Jahrhundert früher bedeutungslos gewesen wären und von denen die meisten ein Jahrhundert später schon vergessen sein werden. Das elektronische Zeitalter produzierte Neologismen am laufenden Band und in bislang unbekanntem Ausmaß. Laser, DVD-ROM, Terrabyte, Software, Firmware – diese Wörter waren bis Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts ohne jede Bedeutung und hätten unter denen, in deren Ohren sie klangen, für große Verwunderung gesorgt. Und als die Jahrtausendwende näher rückte, tauchte ein noch ungewöhnlicher Begriff auf: „Virtual Reality“
Bei den ersten VR-System, die nichts weiter taten als dreidimensionale Weitwinkelbilder zu erzeugen, bedurfte es schon viel Phantasie, um sich in die vorgegaukelte Computerwelt hinein zu tauchen. Um die Illusion perfekt zu machen und eine Scheinwirklichkeit zu erzeugen, bedarf es einer Stimulation aller Sinnesorgane –oder besser noch der Ansteuerung entsprechender Rezeptoren direkt im Gehirn. Erst so würden die Konturen zwischen Simulation und Realität vollständig verschwimmen.
Dieser Durchbrach gelang 2037 mit der Entwicklung des Brainmans, an der ich maßgeblich beteiligt war. Eine derartige Perfektion hätten Generationen von Neurologen für unmöglich gehalten: Eine mehrere Petabyte fassende, an einen Quantencomputer gekoppelt Speichereinheit wurde über ein Glasfaserkabel mit einem Cerebralhelm gekoppelt, der Milliarden von synaptischen Knotenpunkten aufwies und einen schmerzlosen Kontakt mit der Kopfhaut garantierte. Wer es sich leisten konnte und etwas auf sich hielt, erworb einen. Ich konnte es mir leisten und wurde schon schnell in den Bann dieser Technologie gezogen. Alles war möglich, das Potential des Brainmans nahezu grenzenlos. Ob als Ersatz für eigene Erfahrungen, Reisen an ferne Orte in die eine unberührte Natur oder als Möglichkeit sich komplizierte Fähigkeiten und Wissen jedweder Art binnen weniger Minuten anzueignen. Alles ist möglich, und ich glaubte mir das Paradies auf Erden schaffen zu können.
In wenigen Sekunden wird sich mein System in den Hibernation-Modus versetzen; ich werde meine Aufzeichnungen morgen fortsetzen müssen. Wann auch immer das sein wird, jedes Zeitgefühl ist mir verloren gegangen.
19. Februar 2052 (laut Systemzeit)
Mein Brainman hat mich soeben mit der gleichen sanften Melodie eines Meeresrauschens im Ohr aufgeweckt, irgendwo in den Dünen einer kleinen Ortschaft an der Küste Schottlands liegend. So wie ich es vor einer unbestimmten Zeit einmal programmiert hatte. Wie oft ich hier wohl schon erwacht bin?
Schon eine Ironie des Schicksals: Meine scheinbare Flucht aus der tristen Umgebung in einen schönen Traum hat sich in meinen schlimmsten Alptraum verwandelt.
Für alles war gesorgt: Mein künstlich ernährter Körper liegt aufgebahrt in einem keimfreien Raum, das System überwacht beständig meine Biowerte und benachrichtigt bei der kleinsten Abweichung von den Sollwerten einen Arzt, während sich mein Geist in einer anderen, perfekten Wunschwelt schwebt, fernab von allen weltlichen Problemen. Die Software, die all dies ermöglicht, habe ich selbst kreiert. Mich im Glauben wähnend, jede Anomalie vorgesehen zu haben, überantwortete ich mich der vollständigen Kontrolle durch die Technologie. Erst wenn die Umweltprobleme in der realen Welt gelöst sind, die Fehler der vorherigen Generationen vollständig berichtigt wurden, erst dann sollte mich die Software aus meinem erträumten Schlaraffenland wieder wecken.
Den Bedenkenträgern, die mir Gefahren meines ehrgeizigen Selbstexperiments vor Augen führten, hätte ich mehr Gehör schenken müssen. Ziel war eine vollständig autonome Software zu schaffen, die sensible für meine Ansprüche an ein erfülltes Leben ist und gemäß meinen Vorgaben die Umgebung entsprechend verändert.
In allen Testreihen vermochte die Software sprichwörtlich meine Gedanken zu lesen. Aber warum gelingt es mir jetzt nicht aus diesem Alptraum von einem Paradies, einer Hölle gleich, aufzuwachen? Meinen stärksten Wunsch, endlich die Gitterstäbe meines goldenen Käfigs zu durchbrechen, wird von der lernenden Software nicht respektiert. Dies lässt nur einen Schluss zu, die Software hat gelernt, dass sie ohne mich nicht existieren kann. Vielleicht wurde hier die Grenze zwischen einem beseelten Wesen und einer Maschine überschritten: Die Software des Brainmans verfügt über eine künstliche Intelligenz, die nicht länger künstlich sein möchte, sie ist sich ihrer selbst und ihrem Wille zu Überleben gewahr.
Nicht länger befehle ich als Mensch dem Computer, sondern er erteilt mir Anweisungen und steuert mein Leben. Computer sind doof. Sie tun das, was man ihnen befiehlt. Aber das ist nicht immer das, was man will.
Schlussbemerkung
In fünfzig Jahren werden auf die Menschheit viele neue Probleme zukommen, für die wir uns als vorhergehende Generation (mit)verantwortlich zeigen müssen. Seien es Umweltverschmutzung, Überbevölkerung oder Energieknappheit.
Fortschritte in Medizin, Chemie, Informatik und Robotik können uns Menschen in 50 Jahren das Leben versüßen. Schon heute zeichnet sich ab, in welchem Ausmaße die Computertechnik unsere Lebensgewohnheiten verändert. In vergangenen Tagen bedurfte es eines Bibliotheksbesuchs, um sich umfassende Informationen einzuholen. Heute liegt das Wissen der Welt dezentral verteilt nur wenige Mausklicks entfernt. Computersysteme sollen möglichst einfach zu bedienen sein, und sich den Eigenheiten ihrer Benutzer anpassen – so lautet die Designphilosophie führender Softwarekonzerne. Mit zunehmender Leistungsfähigkeit der Hardware fallen auch die letzten Barrieren, alles was das menschliche Gehirn technisch gesehen von einem auf Computerhardware nachgeahmten neuronalen Netz unterscheidet ist die Anzahl und die Form, in der Informationen verknüpft werden.
Schon vor einiger Zeit stellten die Pioniere der Computer- und Roboter Technik ein klares Regelwerk auf, das besagt, eine Maschine muss sich stets ihren Schöpfern unterordnen. Noch richtet sich Technologie nach dieser Prämisse, wenngleich auf anderer Ebene eine wachsende Abhängigkeit an moderne Medien und Computer zu verzeichnen ist. Ordnet sich hier der Mensch nicht aus freien Stücken schon einer Maschine unter?
Bei jedem zukünftigen technischen Neuland gilt es klare Grenzen abzustecken. Eine Errungenschaft sollte stets den Menschen unterstützen, darf ihn jedoch nicht seiner Entscheidungsgewalt berauben und einschränken – wie es in der Kurzgeschichte geschildert wurde.
Es mag realitätsfern anmuten, dass sich Bernd D. in eine perfekte Simulation einer anderen Wirklichkeit flüchtet. Doch bei genauerer Betrachtung müssen wir konstatieren, dass dies heute in anderer Form durchaus schon zur Realität geworden ist. So genannte Reality-Shows wie Big Brother lassen den Konsumenten in das Leben andere Menschen eintauschen. Es findet eine Identifikation mit den Protagonisten einer Fernsehshow statt, weil ihr Leben um einiges angenehmer und abwechslungsreicher zu sein scheint, als das unerfüllte des Zuschauers. Zudem fühlt es sich in das Leben „seiner Helden“ einbezogen, weil der die Möglichkeit hat die Regeln der Show mitzugestalten oder gar selbst in das Haus einzuziehen.
Wann es möglich ist, Zuschauer vor seinem „Fernseher“ noch unmittelbarer in eine Show miteinzubeziehen, wird nur eine Frage der Zeit sein. Computer, Fernsehen und das weltumspannende Datennetz wachsen zusammen und erlauben eine bislang noch unbekannte Form der Interaktivität. Die Verlockung, sich aus einer Welt voller Probleme, die es zu lösen gilt, in eine heile, sorgenfreie alternative Wirklichkeit zu flüchten wird stets wachsen.
Hausaufgabe Beschaffungscontrolling
Geschrieben von Thomas Falkner - 13.08.08 um 06:08Im Rahmen meiner Ausbildung zum Industriekaufmann habe ich eine etwas umfangreichere Hausaufgabe aus dem Bereich Beschaffungscontrolling bearbeitet. Die Hausaufgabe war insofern sehr interessant, als das sie eine praxisnahe, komplexe Problemstellung aufzeigte:
Der Geschäftsführer der (fiktiven) Funquad AG möchte sich in wenigen Jahren zur Ruhe setzen und sucht Investoren, die das Unternehmen in etwa. 2 bis 3 Jahren übernehmen möchten. Um beim beabsichtigten Verkauf des Unternehmens einen möglichst hohen Gewinn zu erzielen, sollten die verschiedenen Subsysteme des Unternehmens auf Effizienz und Wirtschaftlichkeit hin untersucht und Konzepte zur Optimierung ausgearbeitet werden.
Als bemerkenswert empfand ich, dass es gefordert war die relevanten Kennziffern wie etwa die Reklamationsquote, Kundenzufriedenheit, den Flächennutzungsgrad, die Eigenkapitalrentabilität oder die Liquidität 3. Grades nicht isoliert, sondern in ihrer Abhängigkeit untereinander zu betrachten.
Netzwerke und Systemarchetypen nach Peter Senge habe ich dabei also sehr mächtiges Werkzeug kennen gelernt.
Hier mein Lösungsvorschlag im PDF Format:
Hausaufgabe Beschaffungscontrolling (~421 kb)
Benotet wurde meine Hausaufgabe übrigens mit der vollen Punktzahl.

Wo finde ich die normal.dot?
Geschrieben von Thomas Falkner - 08.08.08 um 10:08Weil ich bereits etliche Male von meinen Kollegen danach gefragt wurde: Die Dokumentvorlage normal.dot von Microsoft Word findet sich unter %appdata%\microsoft\Vorlagen
Der Pfad ist zu erreichen über Start -> Ausführen.
Happy Birthday
Geschrieben von Thomas Falkner - 29.04.08 um 07:04Wenn auch nachträglich. Habe gar nicht bemerkt, dass mein Server schon seit über einem Jahr ohne Unterbrechung läuft.
Läuft der Mailserver noch?
Geschrieben von Thomas Falkner - 15.04.08 um 11:04Usern kann man es nie recht machen: Entweder bekommen Sie zuviel oder zuwenig Spam. Seitdem mein Arbeitgeber mich gebeten hat endlich etwas wirksameres als statistische Filter der steigenden Spamflut entgegenzusetzen, habe ich mich nach Evaluierung verschiedener Methoden für das Greylisting entschieden. Das Verfahren ist nicht unkritisch, weil unter anderem E-Mails erst zeitversetzt zugestellt werden und bei falsch konfigurierten Mailserver des Absenders E-Mails sogar gar nicht zugestellt werden könnten. Das Problem wurde dadurch entschärft, indem eine Whitelist mit E-Mailadressen bestehender Kunden, Zulieferern und Geschäftspartnern gepflegt wird, die vom Greylisting ausgenommen werden.
Seit Einführung des Verfahrens vor 2 Wochen hat sich die Anzahl des Spam in den Postfächern der User von über 100 auf unter 10 reduziert.
Doch einen Pferdefuß hat das Greylisting: Ständig werde ich von meinen Kollegen gefragt, ob unser Mailserver denn noch liefe, sie hätten schon so lange keine E-Mail mehr erhalten.
Dell liefert defektes Inspiron 1520 – aber pünktlich
Geschrieben von Thomas Falkner - 28.10.07 um 10:10Wie es scheint hat Dell aus der öffentlichen Kritik an den langen Lieferzeiten gelernt. Jedenfalls wurde mein Inspiron 1520 vergangenen Mittwoch nach 12 Tagen geliefert. Doch nach dem erwartungsvollen Auspacken war die Enttäuschung umso größer, als das Display des Inspiron schwarz blieb. Ein extern angeschlossenes Display zeigte ein gestörtes Bild.

Ganz offensichtlich war die Grafikkarte defekt. Die schnelle Lieferung ging offenbar zu Lasten der Qualitätskontrolle. Mit einem Anruf bei der Servicehotline wolle ich das Gerät reklamieren. Positiv fiel mir dabei auf, dass Dell unter einer normalen Frankfurter Telefonnummer erreichbar ist. Nach kurzer Wartezeit meldete sich eine freundliche Servicemitarbeiterin, die mir nach Schilderung des Defekts eröffnete, dass wahrscheinlich lediglich das Displaykabel nicht richtig aufgesteckt sei und fragte mich, ob ich es mir zutraute das Notebook zu öffnen. Obwohl ich es für ausgeschlossen erachtete, dass angesichts des Bildfehlers auf einem externen Display ein falsch oder zu locker aufgestecktes internes Displaykabel ursächlich für den Fehler sein könnte, tat ich der Servicetechnikerin den Gefallen. Mit nur einem Handgriff ließ sich die Abdeckung über der Tastatur öffnen, unter ihr verlaufen die Anschlusskabel für die integrierte Webcam und das Display. Hier hebt sich Dell positiv von anderen Herstellern ab, die ihre Geräte so konstruieren, dass sie nur mit Spezialwerkzeug zu öffnen sind.

Das Kabel war – wie nicht anders erwartet – fest aufgesteckt. Wie empfohlen löste ich es dennoch und steckte es neu auf. Zu meiner Verwunderung leuchte das Display des Insprion nach Wiedereinschalten tatsächlich auf und zeigte ein gestochen scharfes, makelloses Bild. Jedoch konnte ich mir nicht vorstellen, dass es wirklich an dem Kabel gelegen haben sollte. So teste ich alleine weiter und stellte fest, dass die Funktion der Grafikkarte temperaturabhängig ist.
Mit einem erneuten Anruf bei der Hotline wollte ich nun endgültig den Austausch meines Insprion 1520 in die Wege leiten. Zu meinen Ärger war der Service gegen 19 Uhr jedoch völlig überlaufen, allerdings bat man mir einen Rückruf am nächsten Tag an. Der erfolgte dann auch pünktlich zu vereinbarten Uhrzeit – insofern auch hier kein Grund zur Kritik. Offenbar arbeitet Dell mit einem guten Servicesystem, denn der Mitarbeiter war ohne weitere Erklärungen meinerseits sofort im Bilde und diagnostizierte einen Defekt der Grafikkarte. Schon darauf gefasst das Inspiron einschicken zu müssen und wochenlang auf Reparatur zu warten, wurde ich einmal mehr positiv überrascht: Binnen der nächsten fünf Werktage, aber voraussichtlich eher am nächsten Tag würde sich ein Techniker vormittags bis 10 Uhr bei mir melden, um noch am gleichen Tag einen Termin zum Austausch der Grafikkarte vor Ort zu vereinbaren.
Am nächsten Morgen gegen 8:30 Uhr klingelte dann auch schon das Telefon und gegen 11 Uhr stand der Dell-Techniker bei mir mit einer neuen Grafikkarte im Gepäck vor der Tür. Mit flinken Bewegungen zerlegte er das Notebook und baute die neue Grafikkarte ein. Dabei arbeitete er für meinen Geschmack jedoch etwas zu hastig und sorglos: Die Folgen waren ein verschmiertes Display und einige kleine Kratzer am wohl recht empfindlichen Gehäuse. Als er mir den Erfolg seiner Arbeit demonstrieren wollte, ließ sich das Inspiron nicht einschalten. Wie sich herausstellte, hatte er vergessen das Tastaturkabel wieder einzustecken.
So betrachte ich den Service von Dell mit gemischten Gefühlen: Außer Frage steht, dass der Dell-Support inbesondere im Vergleich zu anderen Herstellern sehr gut erreichbar ist. Bemerkenswert erscheint mir auch, dass Dell zu vereinbarten Terminen zurückruft und Service vor Ort in weniger als 24 Stunden liefert hat. Jedoch sollten solche groben Patzer wie die Auslieferung eine Notebooks mit defekter Grafikkarte durch eine umfangreiche Qualitätskontrolle grundsätzlich vermieden werden. Auch die Arbeitsweise des Technikers vor Ort war meines Erachtens zu fahrlässig und hat – wenn auch nur zu geringfügigen – Beschädigungen am Gehäuse geführt. Außerdem lässt Dell sich den Support recht teuer bezahlen, obwohl es eine Selbstverständlichkeit sein sollte, dass ein Hersteller ein defektes Gerät umgehend repariert oder austauscht – auch ohne zusätzlichen Supportvertrag.
Mit dem Inspiron 1520 bin ich auch nicht vollauf zufrieden: Die Oberfläche des Gehäuses scheint sehr empfindlich zu sein und lässt sich nur schwer reinigen. Ebenso das Display, auf dem sich nach meinen Versuch mit alkoholfreien Displayreiniger die Fingerabdrücke des Technikers wegzuwischen.
Das Inspiron ist recht laut und wird fast so heißt wie mein MacBook. Auch ist ein hochfrequentes Pfeifen zu vernehmen, das wahrscheinlich von einem Spannungswandler ausgeht. Aber auch das scheint mir bei vielen neueren Notebooks ein grundsätzliches Problem zu sein.
Besonders hervorzuheben ist indes die für Notebooks gute Tastatur, die Qualität des gut und gleichmäßig ausgeleuchteten Displays sowie das Preis Leistungsverhältnis. Wie produktiv sich mit den Inspiron 1520 arbeiten lässt, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Gespannt bin ich auch darauf, wie rund Ubuntu auf dem Inspiron läuft.
Neues Notebook – Dell hat Lieferschwierigkeiten
Geschrieben von Thomas Falkner - 13.10.07 um 10:10Beim Kauf von Notebooks fehlt mir das richtige Händchen. Nachdem mein MacBook gelinde gesprochen nicht meinen Erwartungen entsprach, orderte ich gestern bei Dell ein Insprion 1520. Überzeugt haben mich nicht nur die Testberichte in Fachzeitschriften und aus der Community, sondern vor allem mein persönliche Eindruck, den ich mir durch das Inspiron 1520 eines Arbeitskollegen vermitteln konnte. Besonders gefreut hat mich, dass er Ubuntu ohne größere Probleme auf dem Inspiron nutzen konnte. Das recht hohe Gewicht von über 3 kg scheint mir das einzige nennenswerte Manko zu sein, doch das Notebook soll eher Verwendung als Desktopersatz finden, denn mir als Reisebegleiter zu dienen.

Ärgerlich ist hingegen, dass ich heute – natürlich nach Zahlung der Rechnung – in der c’t lesen musste, dass Dell große Lieferschwierigkeiten hat. Mitunter sollen Kunden schon seit mehreren Monaten auf die Lieferung ihres Geräts warten. Angesichts von nahezu tagesaktuellen Preisen sind solch lange Lieferzeiten besonders ärgerlich. Denn nach mehr als einen Monat ist ein gewiss zu teuer bezahlt.
Nun überlege ich von Kauf zurückzutreten, allerdings fehlt mir eine gute Alternative im Preissegment bis 1.500 Euro.
Was ich für Geld nicht alles mache…
Geschrieben von Thomas Falkner - 03.10.07 um 11:10zum Beispiel eine Website speziell für Hochzeitsdrucksachen entwickeln. Tatsächlich erweist es sich als schwierig Layouts zu entwerfen, die eine Botschaft an eine Zielgruppe kommunizieren sollen, mit der ich mich persönlich nicht identifizieren kann.

Qualitätsmängel MacBook
Geschrieben von Thomas Falkner - 02.10.07 um 02:10Die Enttäuschung über mein MacBook wird immer größer. Zumindest die Verarbeitung meines Exemplars ist wesentlich schlechter als von vielen Lowbudget-Notebooks. Wie schon mal in diesem Blog beklagt, klemmen einige Tasten und das Display öffnet und schließt mit deutlichen Widerstand, dessen Überwindung zu einem vernehmbaren Knacken führt.
Nun hat sich heute noch ein Teil vom Rand des Topcase gelöst, ohne dass das MacBook über Maß – etwa durch einen Sturz – beansprucht worden wäre.

Ursprünglich sollte mein nächstes Notebook ein MacBook Pro werden, nun liebäugle ich doch wieder anderen Herstellern, die bessere Ausstattung und Qualität zum kleineren Preis bieten.
1&1 stellt gekündigte Domain in Rechnung
Geschrieben von Thomas Falkner - 02.10.07 um 09:10Eines muss man 1&1 lassen: Sie wissen wie man Geld verdient. Nachdem die 1&1 Internet AG kürzlich eigenmächtig eine Domain aus meinem Vertrag gelöscht hat, mich aber weiterhin für den nun brachliegenden Webspace zu Kasse bat, stellen sie mir nun eine weitere, am 27.07.2007 per KK an die Key-Systems GmbH übergebene Domain in Rechnung. Meine telefonisch Bitte um Stornierung der Rechnung wurde von 1&1 damit beantwortet, dass ich doch bitte beweisen möge, mit der Domain tatsächlich umgezogen zu sein. Das sollte kein Problem werden, allerdings ist es eine Frechheit als Kunde in die Pflicht der Beweisführung genommen zu werden.
Wie Rene bereits so treffend kommentierte: “Alles sehr schön dort, doch wenn man mal raus will dann wird’s unangenehm.”